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5 Grundsätze für leistbares Wohnen



Der Direktivrat des Kollegiums der Bauunternehmer hat sich im Rahmen des gestrigen Direktivrates intensiv mit dem Thema leistbares Wohnen auseinandergesetzt. Dabei wurden fünf Grundsätze für ein leistbares Wohnen erarbeitet.


„Der geförderte Wohnbau hat zu einer hohen Eigenheimquote geführt und dadurch auch zum sozialen Frieden in Südtirol beigetragen. Die Bedürfnisse am Wohnmarkt haben sich aber geändert, vor allem für unsere Jugendlichen und Senioren. Diese Herausforderung gilt es nun gemeinsam mit neuen Ansätzen anzugehen: das Wohnen und nicht die Wohnung soll in Zukunft im Vordergrund stehen“, betont der Präsident des Kollegiums der Bauunternehmer, Michael Auer.

Das Baukollegium hat sich bereits im Rahmen der Erarbeitung des neuen Gesetzes für Raum und Landschaft zur Erreichung der Ziele leistbares Wohnen und Belebung des Mietmarktes eingebracht und einen eigenen Vorschlag zur Neuregelung des Wohnbaus in Südtirol vorgebracht. „Auch in der Diskussion um das neue Wohnbauförderungsgesetz wollen wir konstruktiv mitarbeiten“, so Auer.

Damit Wohnen in Südtirol wieder leistbar wird, hat das Baukollegium fünf Grundsätze erarbeitet:
  • Freier Wettbewerb fördert Qualität und nachhaltige Preise: durch freien Zugang zum Baugrund wird der Preis durch den Markt reguliert. Der Wettbewerb unter den Marktteilnehmern garantiert nachhaltige Preise und hohe Qualität.
  • Gleicher Zugang zum Baugrund für alle: Um Ungleichheiten zu vermeiden, sollte allen gleicher Zugang zum Wohnbau garantiert werden. Der Bedarf an Sozialwohnungen sollte weiterhin durch das Wohnbauinstitut gedeckt werden.
  • Gezielte, subjektbezogene Förderungen: bedürftige Familien sollen weiterhin für den Bau, Kauf oder Miete einer Wohnung unterstützt werden. Direkte und indirekte Förderungen von Wohnraum (z.B. Beitrag für Grundankauf oder für Infrastrukturen) sind nicht zielführend.
  • Schaffung eines funktionierenden Mietmarktes: Südtirol braucht einen modernen Mietmarkt, der vor allem auch den sich ständig ändernden Bedürfnissen unseren Jugendlichen entspricht.
  • Effiziente Wohnraumplanung: wir stehen für einen sparsamen Umgang mit Grund und Boden, gleichzeitig muss aber auch genügend Wohnraum geschaffen werden, um nachhaltige Wohnpreise zu garantieren.

„Leistbares Wohnen, sei es in Miete oder Eigentum, ist entscheidend für die Entwicklung unseres Landes und auch für unsere Bauwirtschaft. Schaffen wir es einen gemeinsamen Lösungsansatz zu finden, so kommt das allen zu Gute“, so Auer abschließend.




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