Wege für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit am Bau: bau!dialog des Baukollegiums in Vahrn

 

„Bauen statt Streiten: Wege der partnerschaftlichen Zusammenarbeit am Bau“: unter diesem Motto stand der erste bau!dialog, den das Baukollegium organisiert hat. Mit dieser Veranstaltungsreihe, deren Auftakt kürzlich in Vahrn erfolgte, will das Baukollegium Inputs geben, die zum Nachdenken und Diskutieren einladen.

„Grundsätzlich funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen auf dem Bau sowie auch zwischen den Auftraggebern und den Unternehmen in Südtirol gut. Dennoch kommt es bei Investitionen bzw. Baustellen manchmal zu Unklarheiten und Unstimmigkeiten. Dies betrifft die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen und damit eventuell verbundenen Rekursen, aber auch Probleme zwischen den ausführenden Unternehmen oder mit dem Auftraggeber“, erklärte Präsident Christian Egartner einleitend.

Bei der Veranstaltung wurde aufgezeigt, dass Diskussionen auch anders gelöst werden können – sowohl indem man sich bereits im Vorfeld auf gewisse Verfahrensweisen der Kommunikation einigt als auch, indem man auftretende Probleme partnerschaftlich angeht und nicht gleich den Rechtsweg sucht.

Der Referent, Robert Huber vom Bayerischen Bauindustrieverband, stellte eine gemeinsam mit dem Hauptverband der deutschen Bauindustrie ausgearbeitete Charta für eine faire Zusammenarbeit zwischen Generalunternehmer und Nachunternehmer im Hochbau vor – ein unverbindliches Dokument, das aber als Leitfaden in schwierigen Situationen dient.

„Die Erfahrung Bayerns hat gezeigt, dass ein derartiger Leitfaden hilfreich ist und zum Nachdenken anregt – ohne auf lange und komplizierte Rechtstexte zurückgreifen zu müssen“, fasst Geschäftsleiter Thomas Hasler zusammen.