Baukollegium: Entwicklung in Südtirol zulassen

Differenzierte Betrachtung der Tourismusentwicklung notwendig

In Südtirol muss weiterhin Entwicklung möglich sein, nur so kann das Land auch in Zukunft attraktiv und wettbewerbsfähig bleiben: dies untermauerte der Generalrat des Baukollegiums in seiner gestrigen Sitzung.

Die Südtiroler Unternehmen aller Sektoren sind Arbeitgeber für mehr als hunderttausend Menschen, schaffen Wertschöpfung, Mehrwert und Steuereinnahmen, mit denen u.a. Sozialleistungen oder auch öffentliche Investitionen finanziert werden können. „Damit dies weiterhin möglich ist, müssen wir Entwicklung zulassen. Dies gilt auch für den Tourismus, besonders in abwanderungsgefährdeten oder strukturschwachen Gebieten. Gerade deshalb ist eine differenzierte Betrachtung der Tourismusentwicklung in Südtirol notwendig. Die Tourismusbranche ist zudem auch ein wichtiger Auftraggeber für die Südtiroler Bauwirtschaft und trägt somit zur Sicherung der 20.000 Arbeitsplätze in dieser Branche bei“, erklärt der Präsident des Baukollegiums, Christian Egartner.

Konkret unterstützt das Baukollegium den Vorschlag, die Frist für die Realisierung der 12.000 Gästebetten aufzuschieben. „Eine gute Projektplanung ist das Um und Auf. Projekte müssen optimal und gut gestaltet werden, auch im Sinne der Nachhaltigkeit. Deshalb sind wir dafür, mehr Zeit zu lassen. An der Gesamtzahl der zugelassenen Betten ändert sich damit ja nichts“, so der Generalrat.

Wichtig ist dem Kollegium zudem, dass in der Debatte um Verschiebung des sog. Bettenstopps auch die Bewertung miteinfließen muss, ob auf Gemeindeebene die planerischen bzw. urbanistischen Voraussetzungen zur Einreichung von Projekten gegeben waren. War dies nicht der Fall, so muss auch für diese Projekte eine differenzierte Betrachtung stattfinden.

 

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