Leistbarer Wohnraum, um Südtirol für junge Menschen attraktiv zu machen
Baukollegium und Südtiroler Jugendring
Gemeinsam einen Beitrag leisten, damit Südtirol für junge Menschen attraktiv ist: dies wollen der Südtiroler Jugendring (SJR) und das Baukollegium. Ein wichtiger Schlüssel dazu ist leistbares Wohnen, stimmten die beiden Verbände bei einem Treffen überein, das kürzlich in Bozen stattfand. Der SJR war dabei durch die Vorsitzende Katja Oberrauch und Geschäftsführerin Manuela Weber vertreten, das Baukollegium durch Präsident Christian Egartner, Vizepräsident Thomas Ausserhofer und Geschäftsleiter Thomas Hasler.
„Wir wollen ein Land, in dem sich junge Menschen wohlfühlen und entwickeln können. Grundlage dafür ist leistbares Wohnen, sei es in Miete als im Eigentum. Damit dies möglich ist, muss neuer Wohnraum geschaffen werden, und zwar sowohl im Bestand als auch im Neubau. Mehr Angebot bedeutet zumindest eine Beruhigung des Preises. Es muss dringend mehr Angebot geschaffen werden, denn die Zeit läuft bereits gegen uns. Bereits jetzt entscheiden sich täglich junge Menschen für umliegende Regionen“, so Oberrauch und Egartner.
Ein besonderes Anliegen ist dem SJR die Stärkung des Mietmarktes. Gerade junge Menschen brauchen Flexibilität, weshalb hier dringend mehr Angebot geschaffen werden muss. Eine Liberalisierung des Mietmarktes könnte dazu beitragen. „Es ist richtig, Mieter, die sich an die Regeln halten, zu schützen. In den anderen Fällen gilt es aber, die Rechte der Vermieter zu stärken und so das Vermieten attraktiver so machen“, so Egartner. „Es braucht zudem flexiblere, weniger rigide Regeln, um den Mietmarkt weiter zu beleben und somit sowohl für Vermieter als auch für Mieter attraktiver zu gestalten“, unterstreicht Oberrauch.
Da es sich dabei um nationale Bestimmungen handelt, möchten der SJR und das Baukollegium nun gemeinsame Vorschläge erarbeiten, die dann mit den politischen Vertreter:innen in Rom vertieft werden sollen.